Lebe deine Ambivalenz!

Viele von uns kennen das: Wir wollen hin, wir wollen weg, wir wollen Nähe und Distanz, wir wollen praktisch arbeiten, wir wollen mit dem Kopf arbeiten, wir wollen faul sein, wir wollen viel leisten und erreichen, wir wollen so vieles…

Oft ist es so, dass es scheint, als wären die Dinge nicht vereinbar…Als wären sie zu unterschiedlich als dass wir beides leben könnten…

Wie soll man auch gleichzeitig in einem praktischen Beruf und in einem Beruf, der den Kopf fordert arbeiten?

Der Trugschluss, der daraus oft entsteht, ist, nicht zuletzt durch eine gesellschaftliche und erzieherische Sicht geprägt, dass wir denken, wir müssten uns für eines entscheiden. Dass wir uns verachten und immer wieder Teile von uns abspalten, um so zu sein, wie die anderen denken, dass es richtig ist.

Wir verbiegen uns, gehen einer Neigung nach und schließen die andere als Möglichkeit aus.

Doch irgendwann kommt die verdrängte Seite wieder ans Licht, will gesehen werden und erkämpft sich dies mit voller Wucht.

Dann drehen wir uns, beginnen von vorne, ändern Dinge und wenden uns der anderen Seite zu.

Die erste Zeit fühlen wir uns gut, denken, dass wir uns wirklich verändert haben, dass wir stolz auf uns und unseren Mut zur Veränderung sein können und dass jetzt alles anders wird.

Doch nach einer gewissen Zeit stellt sich die Zerrissenheit wieder ein. Das Gefühl der Leere ist wieder da, die Langeweile wächst und wir sehnen uns erneut nach einem Wandel, denken, dass wir doch die falsche Entscheidung getroffen haben und gehen zurück. Dann wenden wir uns wieder der anderen Seite zu, die wir nun verdrängt hatten und das Spiel beginnt von vorn.

Wie ein Pendel pendeln wir von einem Beruf zum anderen, von einem Partner zum anderen, von einem Ort zum anderen und verstehen nicht, warum wir nicht ankommen.

Irgendwann glauben wir den anderen, dass wir nichts erreichen können so und suchen den Fehler in unserer Persönlichkeit.

Doch wo ist der Fehler?

Wie können wir unseren Weg finden?

Ganz einfach:

Indem wir uns mit all unseren Seiten, Interessen und Neigungen voll und ganz annehmen und verstehen, dass wir beides sein können. Es geht nicht darum sich zu entscheiden, denn wer sagt denn, wie das Leben zu laufen hat? Wer sagt denn, dass wir uns entscheiden müssen um in ein Raster zu passen, dass früher unausweichlich war? Wer sagt denn, dass es nur den einen Weg gibt, der zum Glück und zu Erfolg führt?

Es sind unsere Prägungen, die Meinungen von unseren Eltern, den anderen und der Gesellschaft, die wir uns irgendwann zu eigen gemacht haben und von denen wir nun denken, sie seien wahr und richtig…

Die jetzige Zeit hat 1 Million Wege und sie stehen jedem offen. Die Sozialpsychologie hat erklärt, dass dies das Problem der jetzigen Generation ist…Zu viele Wege, was dazu führt, dass man sich nie ganz entscheidet, weil man immerzu Angst hat, sich falsch zu entscheiden…

Doch warum? Vielleicht gehört zu diesem Wandel, der sich schon seit vielen Jahren durch die Gesellschaft zieht ein Umdenken?

Vielleicht geht es nun darum, die Chancen zu sehen, die uns der Wandel der Familie und Ehe, die Öffnung vieler Wege im Arbeitsleben, die schnelle Verfügbarkeit jeglicher Information durch das Internet und so weiter bringen.

Es ist in Ordnung, neue Wege zu gehn, die vor einem noch nie ein Mensch beschritten hat.

Es ist in Ordnung, sich seine Arbeit aufzusplitten und zum einen zB. einem Bürojob und zum anderem einem kreativen oder handwerklichen Beruf auszuüben. Es ist in Ordnung, sowohl angestellt, als auch selbstständig zu sein. Es ist in Ordnung, einen Menschen zu lieben und trotzdem Freiheiten zu haben. Es ist in Ordnung, für beides im eigenen Leben Platz zu schaffen und es zu leben.

Die Chance besteht darin, sich selbst ganz zu akzeptieren. Sie besteht darin, zu verstehen, dass es manchmal gar nicht nötig ist sich zu entscheiden. Manchmal reicht eine neue Sicht auf die Situation schon aus und es ergeben sich wunderbare Fügungen.

Denn plötzlich ist man ganz bei sich. Alles darf sein, nichts muss im Dunkeln warten und unterdrückt werden, alles darf ans Licht kommen.

Dies ist einfach wunderbar und der Weg, der die Ambivalenz in unserem Leben wirklich verändern kann.

Entscheide dich jetzt und hier für dich.

Entscheide dich dafür, es einmal anders anzugehen. Entscheide dich für dich und gegen die Entscheidung, die du nur halbherzig triffst um zu gefallen, zu funktionieren und ins Raster zu passen.

Geh deinen ureigenen Weg und lass dich von niemandem zertrennen! Denn nur wer ganz ist und ganz lebt kann ganz ehrlich wahres Glück erfahren.

(Katrin Kluge)

Familienbande

Manchmal laut, manchmal schnell,

Manchmal dunkel, manchmal hell,

Manchmal Freude, Liebe, Glück,

Mal der Weg danach zurück.

 

Stille scheint zu still zu sein,

Lautes sagt, es ist nicht dein.

Liebe schreit schon wie verrückt,

Sehnsucht sagt: komm nur zurück.

 

Familie ist halt Leben,

Kann dir nicht alles geben.

Wichtig ist du gibst es dir

Selbst genau im Jetzt und Hier.

 

Lass die anderen doch denken,

Lass dich nicht von aussen lenken.

Find zu dir und find dein Glück,

Es kommt dann tausendfach zurück.

 

Liebe, lache, lebe,

als ob´s kein Morgen gäbe.

Nimm den Stein und lass ihn los,

Für deine Schultern ist er zu groß.

 

Mach die Türe nicht ganz zu,

Lehn sie nur an, dann kommt im Nu

Ein unerwartet Gast hinein,

Lass ihn ganz im Herzen sein.

 

Hör dir die and´re Seite an,

Schau tief in seine Augen,

Denn vieles, was er hat getan,

Kannst du erst dann ganz glauben.

 

Erst dann verstehst du seinen Sinn

Und wiegst dein Glück dem Nächsten hin.

Sei treu dir und bescheiden,

Kann niemand dich beschneiden.

 

Und die Moral von der Geschicht:

Perfekte Familien gibt es nicht.

Muss ganz bestimmt genau so sein,

Denn niemand lernt je von allein.

(Katrin Kluge)

Sieben Tools für mehr Glück im Leben

Das Leben bringt viele Herausforderungen mit sich. Oft sind wir entmutigt, traurig oder fühlen uns von der Last des Lebens erdrückt.

Was können wir tun, wenn sich unsere Seele nach Glück, Frieden und Harmonie sehnt, um uns herum aber das Chaos zu groß ist und wir den Zugang zum Glück verloren haben?

Ich habe für mich 7 einfache Tools entdeckt, die mir Kraft geben und mich immer wieder positiv sein lassen. 

1) Entscheide dich jeden Morgen ganz bewusst dafür, dass es ein schöner Tag wird

Jeden Morgen hast du ganz alleine die Möglichkeit dich zu entscheiden.

Willst du einen guten Tag erleben oder einen schweren? Möchtest du die Freude einladen mit dir den Tag zu verbringen oder die Trauer?

Deine Gedanken richten sich nach dieser Entscheidung aus und beeinflussen dein Fühlen und den Lauf deines Tages. Wenn du dich morgens beim Zähneputzen ganz bewusst fragst, wie du dich heute entscheiden willst, kannst du dein Leben positiv beeinflussen und auch besser annehmen, wenn du dich für den schweren Tag entscheidest. Denn es ist ja deine eigene Entscheidung gewesen.

2) Sag jeden Tag 3 Mal Danke

Es ist aus psychologischer und neurologischer Sicht klug und ratsam, sich auf die Dinge auszurichten, die gut in unserem Leben sind. 

Unser Gehirn besteht aus vielen Neuronen, die sich untereinander verbinden. Diese Verbindungen sind zunächst sehr dünn, man kann sie sich als Trampelpfade vorstellen. Je öfter ein Trampelpfad genutzt wird, umso größer wird er ausgebaut. Verglichen mit Straßen wird aus dem Trampelpfad zunächst ein Feldweg, dann ein gepflasterter Weg, eine normale Straße, eine mehrspurige Straße und schließlich eine Autobahn oder ein Highway.

Wir können steuern, welche Wege unser Gehirn ausbaut.

Sind wir auf die negativen Dinge in unserem Leben ausgerichtet und denken wir oft problemorientiert und werten uns selbst ab, wird diese Straße ausgebaut und unsere Gedanken werden immer öfter in diese Richtung gehen, denn eine vielbefahrene Straße muss besser ausgebaut werden. Das Gehirn und unsere Gedanken urteilen nicht über die Qualität der Wegführung, sie gehen einfach den schnellsten und einfachsten Weg, der am meisten Energie erspart. Und das ist der, der am besten ausgebaut ist.

Um unsere Autobahnen so auszubauen, dass wir Wege gehen, die uns stärken und Kraft geben, hilft es nachweislich, ein Danke-Tagebuch zu schreiben. Dazu schreibe dir jeden Abend 3 Dinge auf, die an diesem Tag gut waren und für die du dankbar bist. Du wirst erstaunt sein, es gibt auch an sehr sehr dunklen Tagen immer etwas, wofür man dankbar sein kann. Und schon baust du wieder an der richtigen Straße 😉

Kleiner Tipp: Falls dir, wie mir, das Durchhaltevermögen fehlt, werde erfinderisch: Frage zum Beispiel einen Menschen den du magst, ob er oder sie auch ein Danke-Tagebuch schreiben will. Eine super Möglichkeit ist es, wenn ihr euch eine Dankesgruppe auf Whatsapp macht und jeder seine 3 Danke dort hineinschreibt. Das verbindet, schafft gegenseitige Motivation und es ist wunderschön, am Morgen aufzuwachen und als erstes die 3 Danke des anderen lesen zu dürfen.

3) Schau auf die Dinge im Leben, die dir Kraft und Energie geben

Auch durch die Art, wie du tagsüber denkst und auf was du deine Gedanken richtest, kannst du Autobahnen schaffen. Richte dich immer wieder ganz klar auf das, was du in dem Moment denkst. Frage dich, ob dies Gedanken sind, die dich nähren und stärken und ob du diese Straße weiterhin ausbauen willst. Wenn dies nicht so ist, dann ändere dein Denken. 

4) Handle, wenn es nötig ist und gönne dir Ruhe und eine Auszeit, wenn es dir zu viel wird

Es ist vollkommen in Ordnung, sich eine Pause zu gönnen. Auch oder gerade in stressigen Zeiten. Tu dir etwas Gutes, schlafe dich aus oder gönne dir etwas Schönes. Oft braucht es gar nicht viel. Manchmal reicht es schon, den Kaffee oder die Tasse Tee die du trinkst, wahrlich zu genießen. Und mit aufgeladenem Akku schaffst auch deine Pflichten wieder besser. Also belohne dich selbst wenn es an der Zeit ist und steige bewusst aus aus dem Karussell in dem du dich bewegst.

Manchmal ist es auch so, dass das Leben uns vor Herausforderungen stellt, an denen Handeln gefragt ist. Oft neigen wir dazu, uns den unangenehmen Dingen nicht stellen zu wollen und vermeiden eine Konfrontation. Da ist die Steuererklärung, hier ein unangenehmes Gespräch mit dem Chef, der Familie oder Freunden, ein Besuch im Krankenhaus oder ähnliches. Hier gilt: Handle, wenn es nötig ist! Schiebe nichts auf, denn dein Gehirn macht das Problem eher größer als kleiner und mit der Zeit wird aus der Steuerklärung ein riesen Ungetüm, dem du dich kaum noch stellen kannst. Machen musst du diese Dinge so oder so. Also schieb sie nicht länger vor dir her, sondern löse sie. Jetzt. Sofort. Das bringt dich wieder in den Fluss des Lebens, schafft dir Kapazität um dich wieder den Schönen Dingen zuzuwenden und es ist ein gutes Gefühl, wenn es gemacht ist.

5) Sei mitfühlend und liebevoll mit dir selbst

Behandle dich selbst so, wie du einen Menschen behandeln würdest, den du sehr liebst. Sei achtsam, liebevoll und mitfühlend mit dir und schenke dir ab und an Worte der Aufmunterung wenn du sie brauchst. Mache dich selbst zum wichtigsten Menschen in deinem Leben und werde dein bester Freund, deine Mutter und dein eigener Mentor. Es ist erstaunlich, wieviel von dem, was wir aus dem Außen und von anderen Personen erwarten, wir uns in Wahrheit am besten selbst geben können. Sei neugierig und teste es aus 😉

 

6) Eigenlob riecht wahrlich gut

Der wirklich blödeste Satz, den ich gelernt habe im Leben ist, dass Eigenlob stinkt! Lobe dich ab und an ganz bewusst für Dinge, die du gut gemacht hast! Das setzt Endorphine frei und macht gute Laune. Natürlich alles in einem geregelten Maß…Abheben ist die andere Seite der Medaille, die uns auch nicht wirklich gut tut. Hier gilt wie bei allem im Leben: Alles zur rechten Zeit und im gesunden Maß 😉

7) Gehe jeden Tag ein paar Minuten spazieren

Lüfte dein Gehirn durch, atme die frische Luft in deine Lungen, genieße die Natur und gönne deinem Körper Bewegung. Das setzt neue Energie frei, ordnet die Gedanken und beruhigt den Geist enorm. Schon 20 Minuten am Tag reichen dafür aus.

Vielleicht helfen dir diese Ideen auch und du kannst dir ein glücklicheres Leben aufbauen, mehr bei dir sein und für dich dein Leben zum Positiven verändern.

Wenn du möchtest, schreibe deine Erfahrungen mit den Tools gerne in die Kommentare. Ich freue mich auf deinen Erfahrungsbericht und deine Meinung.

(Katrin Kluge)

Let your Energy swing


Was tun, wenn du dich kraftlos fühlst? Wenn deine Gedanken immer wieder um das selbe Thema schwirren und sich immer negativer entwickeln?

Was tun, wenn die Welt nur noch grau in grau scheint und sich kein Fünkchen Hoffnung mehr findet?

Eine Möglichkeit, aus dieser emotionalen Starre herauszutreten ist die Bewegung.

Alle Gedanken, alle Gefühle und alle Bewegung haben Einfluss auf dein Energiefeld. Ist es blockiert, kann deine Lebensenergie nicht mehr frei fließen. Dieses kann sich äußern in steifen Gliedern, verspannten Muskeln, Schmerzen, Hautausschlägen, niedergedrückter Stimmung, negativen Gedanken und vielen anderen Symptomen.

Doch wie kannst du nun diese Blockaden lösen? Und wie bringst du wieder Schwung in deinen Energiehaushalt?

Dabei kann dir die folgende Übung helfen:

Nimm dir eine halbe Stunde Zeit. Suche dir einen Raum in deiner Wohnung, wo dich während dieser Zeit niemand sieht, hört oder stört.

Dann suche dir Musik, die kraftvoll und positiv ist und die du gerne hörst.

Mache die Musik an und lass sich deinen Körper ganz frei bewegen. Lass die Arme kreisen, boxe, springe, bewege deine Hüften, tue, was immer sich genau jetzt genau richtig für dich anfühlt. Urteile nicht. Nimm alles an, was während dieser Zeit passiert. Lass deinen Körper dich bewegen, wie es genau jetzt genau richtig für ihn ist. 

Du brauchst dich nicht zu schämen, denn keiner kann dich sehen 😉

Und wer weiß, vielleicht kannst du gar fröhlich lachen über deine Verrenkungen die du in deinem stillen Kämmerlein vollziehst?

Lass dich von deinem Körper bewegen, gib die Führung ab – egal, wie schlimm es dir erscheint – urteile nicht darüber und gib dich ganz der Bewegung hin.

Deine Energie kommt so wieder in Schwung und Blockaden, die sich im Körper und deinem Energiefeld gebildet haben, dürfen sich lösen.

Du wirst merken, wie deine Gedanken sich verändern, wie deine Stimmung sich verändert und du wirst wieder spüren, dass deine Energie wieder zu pulsieren beginnt.

Wenn du das Gefühl hast, dass es genug ist oder die halbe Stunde vorüber ist, mache die Musik aus und fühle in dich und deinen Körper hinein. Was hat sich verändert? Wie fühlst du dich jetzt? Kannst du deine Energie in dir und um deinen Körper herum spüren? Welche Farbe hat sie? Wie sieht sie aus?

Dann komme wieder in der Gegenwart an und gehe gestärkt und gelockert deinen heutigen Aufgaben entgegen. Und wer weiß, vielleicht fällt dir jetzt ganz plötzlich und unverhofft die Lösung für deine Probleme ein?

(Katrin Kluge)